
Waltrop will in der Familienpolitik neue Wege beschreiten und alte Wege ausbauen. Am 3. März lud Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe zu diesem Thema in den Ratssaal. Ihre Gäste hörten zwei Vorträge zum Thema und brachten sich mit wertvollen Anregungen ein.
Andreas Osner von der Bertelsmann Stiftung und Dormagens Bürgermeister Heinz Hilgers, ehrenamtlicher Präsident des deutschen Kinderschutzbundes, referierten am vergangenen Dienstag über Wege, Chancen und Ziele in der kommunalen Familienpolitik. 6o Bürgerinnen und Bürger hörten nicht nur aufmerksam zu, sondern lieferten bedenkenswerte Beiträge zur Diskussion um ein familiengerechtes Waltrop.
Zuvor hatte die Bürgermeisterin in ihrer Eröffnungsrede herausgestellt, dass Waltrop als familienfreundliche Stadt schon viel Positives vorzuweisen hat. Dabei bezog sie sich unter anderem auf die Ausweisung preiswerter Baugrundstücke für junge Familien, neu geschaffene Tagesstättenplätze für Kleinkinder und die beabsichtigte Erweiterung dieses Angebotes. Sie bedankte sich bei allen, die in Waltrop im Bildungsbereich tätig sind und verwies auf die gute Arbeit von Tageseinrichtungen, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe.
Der Zuzug junger Familien zeige, dass die Angebote als familienfreundlich bewertet und angenommen würden. Es sei aber wichtig, das familienfreundliche Waltrop stets weiterzuentwickeln - mit Ideen aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung und wachem Blick auf andere Kommunen.
Den ermöglichten an diesem Tag die beiden Gastredner. Dr. Osner stellte ein Projekt der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit der Hertie-Stiftung und den Ländern NRW und Baden-Württemberg vor, das kommunale Familienpolitik durch gemeinsame Leitlinien und neue Handlungsfelder allumfassender und zielgerichteter machen soll. Bürgermeister Hilgers schöpfte aus seinem Fundus an Wissen und Erfahrungen als Präsident des deutschen Kinderschutzbundes und berichtete über Projekte und Maßnahmen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in Dormagen.
Beiträge und Diskussionen bestätigten, dass Waltrop „auf dem richtigen Weg“ ist und zeigten darüber hinaus weitere Möglichkeiten auf, dem Ziel eines familiengerechten Waltrop noch näher zu kommen.
Anne Heck-Guthe freute sich über die rege Beteiligung aus der Bevölkerung und nahm viele gute Anregungen aus der Veranstaltung mit. Ihre Ankündigung, Netzwerke zu schaffen und ein „Lokales Bündnis für Familien“ in Waltrop auf den Weg zu bringen, fand großen Beifall.
Bild: Familienpolitisches Engagement von links nach rechts: Heinz Hilgers, Anne Heck-Guthe und Andreas Osner.
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