
Bild: Nicht nur 2010 ein kultureller Höhepunkt: Das alte Schiffshebewerk in Henrichenburg. |
Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 steht das Ruhrgebiet im Zentrum des kulturellen Lebens in Europa und Waltrop wird sich mit unterschiedlichen Beiträgen am Programm des Kulturhauptstadtjahres beteiligen.
Die 53 Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets haben 2010 als „Local Heroes“ die Gelegenheit, jeweils eine Woche lang kultureller und touristischer Mittelpunkt des Ruhrgebietes zu sein. Laut Aussage der RUHR.2010 GmbH werden ARD, ZDF, Arte und WDR in jeder Stadt vor Ort sein und wöchentlich über den jeweiligen "Local Hero" berichten. Diese einmalige Gelegenheit europaweiter Aufmerksamkeit nutzt natürlich auch die Stadt Waltrop, die sich in der Woche vom 1. bis zum 7. August 2010 als Hauptattraktion der europäischen Kulturhauptstadt präsentiert.
Dann gilt es, im Spannungsfeld zwischen lokaler Heimat, metropolitaner Herausforderung und europäischer Dimension, die eigene kulturelle Visitenkarte zu präsentieren – und nicht nur dann, denn Waltrop will sich auch darüber hinaus vielseitig am Programm des Kulturhauptstadtjahres beteiligen.
Den Rahmen für weitere Aktivitäten als Teil der Kulturhauptstadt 2010 bilden Kooperationen mit anderen Kommunen. So wird sich die „Wohnstadt im Grünen“ an den „Schachtzeichen“ beteiligen und dazu beitragen, dass sich der Rhein-Herne-Kanal 2010 zum „Kulturkanal“ wird.
Für letzteres Projekt haben sich alle 10 Anrainerstädte des Rhein-Herne-Kanals – von Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Waltrop bis Datteln – zusammengeschlossen, um die Wasserstraße mit Kunst und Kultur zu beleben. Geplant sind pendelnde Kulturschiffe, Kunstwerke als Leitsystem am Ufer, sowie Beleuchtungskonzepte und Licht-Illuminationen.
Die „Schachtzeichen“ sollen auf stillgelegten Ruhrgebietszechen an den Bergbau erinnern, der die Region entscheidend geprägt hat. Dafür steigen ruhrgebietsweit für die Dauer einer Woche 530 große Heliumballons bis zu 80 Meter in den Himmel und markieren die Orte, an denen die Fördertürme in den Himmel ragten. In Waltrop gibt es mit den Schächten Waltrop 1 + 3 sowie Ickern 3 mögliche mehrere Standorte für dieses Projekt.
Großes Bild: Alte Zeche Waltrop - von 1905 bis 1979 wurde hier Kohle gefördert. Die "Schachtzeichen" sollen im Kulturhauptstadtjahr an diese Zeit erinnern.
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